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Selbständige in der KölnSPD.

Verabschiedung vom Kölner IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Herbert Ferger – Bericht Christiane Breuer – :

Allgemein

Rund 550 Gäste verabschiedeten am 29. Februar 2012 Dr. Herbert Ferger, der zwölf Jahre lang erfolgreich die Geschicke der IHK Köln leitete, mit einer Feier im Börsensaal der IHK Köln und einem Festvortrag von Minister Harry K. Voigtsberger in den Ruhestand. Voigtsberger stellte provokant die Frage, wozu Industrie- und Handelskammern überhaupt noch gebraucht würden. Die Antwort: „Ein Teil der Daseinsberechtigung ergibt sich aus unserem gesellschaftlichen Miteinander. Nicht zuletzt bedeutet soziale Marktwirtschaft auch, dass bei bestehenden Leistungsanreizen ein vernünftiger Interessenausgleich zustande kommen muss. Kompromisse fallen aber nicht vom Himmel. Institutionen, die auch stark und unabhängig genug sind, sich im gesellschaftlichen Kontext zu behaupten. Neben den Verbänden und den Gewerkschaften sind das bei uns die Wirtschaftskammern.“

Zu seinem Berufsleben führte Dr. Ferger aus, dass er mehr als 30 Jahre in der IHK-Organisation war. Mit einem Verkehrsprojekt sei seine Tätigkeit bei der IHK Köln gestartet: dem Einsatz für den Ausbau des Kölner Autobahnrings. „Eine Aktion, damals übrigens schon gemeinsam mit DGB und Arbeitgeber Köln, die ein wirklicher Erfolg wurde“. Diese strategische Partnerschaft gehöre zweifellos zu seinen besonders erfreulichen Erfahrungen. „Die gemeinsame Überzeugung von Unternehmen und Gewerkschaften, dass gerade der Standortfaktor Verkehrsinfrastruktur für die Interessen von Arbeitnehmern und Unternehmern gleichermaßen wichtig ist, hat sich in der Folgezeit ja dann auch beim Ausbau des Hafens Godorf oder bei der Unterstützung des Flughafens bewährt“, führte Herber Ferger aus. Gern denke er auch an eine weiteres Gemeinschaftsprojekt zurück: den Campus Leverkusen, den die IHK Köln gemeinsam mit der Stadt Leverkusen und der Fachhochschule Köln auf den Weg gebracht habe. Als weitere Wegmarken aus mehr als einem Jahrzehnt IHK Köln nannte Herbert Ferger die Forschritte auf dem Gebiet der regionalen Zusammenarbeit – von der Region Köln/Bonn bis hin zur Metropolregion Rheinland – oder auch die innere Entwicklung der IHK Köln in den letzten zwölf Jahren. Dazu Ferger: „Diese Entwicklung stand unter dem Leitsatz: unternehmerischer werden – soweit das im Rahmen einer Körperschaft des öffentlichen Rechts möglich ist.“

Auch kritische Töne gab es von Herbert Ferger zu hören: „Es gab und gibt Ziele, die ich nicht oder nicht vollständig erreicht habe. Hierzu zählt, dass ich mir einen sehr viel höheren Stellenwert von Wirtschaft und Wirtschaftspolitik in der Kölner Politik gewünscht hätte. Es macht mir Sorgen, wie die Akzeptanz der Sozialen Marktwirtschaft und von Belangen der Unternehmen in unserer Gesellschaft abnimmt.“ Ferger wies dabei auf das schwindende Verständnis für den Ausbau der Infrastruktur hin. Zwei praktische Wünsche lägen ihm am Herzen: Dass die Landesregierung ihren Widerstand gegen die Metropolregion Rheinland aufgibt und dass es gelingt, Menschen mit Migrationshintergrund besser in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die AGSKöln und AGSNRW wünschen Herrn Dr. Ferger alles Gute und seinem Nachfolger Ulf Reichardt, der ab dem 1. März neuer Hauptgeschäftsführer der IHK Köln ist, einen guten Start für die anspruchsvollen Aufgaben.

 

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